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Kriegerdenkmal


Das alte Kriegerdenkmal erinnert an die Soldaten, die im deutsch-französichen Krieg von 1870/71 kämpften.
Mit dieser unmittelbar vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs in der unmittelbarer Nachbarschaft der Wasserburg aufgestellten roten Sandsteinsäule hält die Marktgemeinde die Erinnerung an die 84 "Mitkämpfer des deutsch-französischen Krieges von 1870/71" wach.

Auf dem efeuumwucherten Sockel aus unbehauenen Buntsandsteinen ist eine zylinderförmige Säule aufgesetzt, die auf ihrem Mantel die Namen der Soldaten und Offiziere enthält. Vorne auf der Säule erinnert ein Halbrelief mit einem Kranz, der ein "Krückenkreuz" umschließt, an die Leiden dieser Bürger und an das nach dem Tode verheißene ewige Leben. Den Abschluss bildet ein Figurenkapitell mit der damals typischen Ausrüstung eines Soldaten: Decke, Tornister, Koppel und bayerischer Raupenhelm.
Eingerahmt wird die Inschrift oben und unten von "Perl- und Eierstäben".

Im Jahre 1959 wurde der Wunsch zur Errichtung einer Gedenkstätte für die Gefallenen und Vermißten des Ersten und Zweiten Weltkriegs in der Gemeinde wach. Eine zuerst geplante Gedächtniskapelle im Friedhof konnte allerdings wegen der beengten Platzverhältnisse nicht realisiert werden.

1967 wurde schließlich eine aus 15 Personen bestehende Interessengemeinschaft zur Durchführung der erforderlichen Organisations- und Planungsarbeiten gebildet. Ihr gehörten neben den Vorsitzenden der örtlichen Vereine und Verbände u.a. Rektor Josef Handick, Pfarrer Franz Rückel, Pfarrer Erich Schmidt sowie 1. Bürgermeister Heinrich Müller an. Im ersten Schritt wurden sämtliche Burgsinner Einwohner, die im 1. bzw. 2. Weltkrieg gefallen waren oder seither als vermisst galten, erfasst.

Als Standort des neuen Ehrenmals suchte man sich den Ostteil des Denkmalgartens gegenüber dem Postgebäude aus. Damit nicht einverstanden zeigte sich das Straßenbauamt, das 1973 mitteilte, dass die vorgesehene Umgehungsstraße, die entlang des Flutgrabens verlaufen und am Denkmalgarten in die Mittelsinner Straße einmünden soll, aufrechterhalten bleibt. So ergab sich die Notwendigkeit für die geplante Kriegergedächtnisstätte erneut einen anderen Standort zu suchen, den man schließlich innerhalb der bestehenden Parkanlage fand.

In einer Sitzung der Interessengemeinschaft im Mai 1974 vergab man die Arbeiten, die für das von Architekt Hans-Georg Müller (Würzburg) unentgeltlich geplante Ehrenmal notwendig waren. Die Steinmetzwerkstatt Rudi Dittmeyer aus Wernfeld wurde beauftragt entsprechend bearbeitete Sandsteinblöcke, die einheimische Fa. Josef Wirthmann in Bronzeguß gefertigte Tafeln mit den Namen der Gefallenen und Vermissten zu liefern. Mit der Fertigung einer großen, aus verzinktem Eisenguß geschweißten Krone, die ein liegendes Steinkreuz ziert, wurde die Bau- und Kunstschlosserei Johann & Günter Sessler (Würzburg) und mit der Bepflanzung die Baumschule Emil Hornung aus Fellen beauftragt.

Im Beisein aller Ortsvereine und -verbände sowie etlichen Gästen konnte das neue Ehrenmal für die Opfer der beiden Weltkriege schließlich am Volkstrauertag im Jahr 1974 in die Obhut der politischen Gemeinde übergeben werden. In seiner Ansprache zur Übergabe des Denkmals betonte Rektor Josef Handick als Vorsitzender der Interessengemeinschaft, dass neben der Treue zum Toten Kameraden vor allem die Ehrfurcht vor der Größe ihres Opfertodes die Beweggründe zum Bau dieser neuen Gedächtnisstätte waren. Sie solle nicht nur zum stillen Gedenken in Trauer und Ehrfurcht einladen, sondern auch gleichzeitig verpflichten, mit allen Kräften für eine friedliche Zukunft einzutreten.

"BURGSINN SEINEN SÖHNEN" - Die Tafeln tragen die Namen von insgesamt 253 Gefallenen bzw. Vermissten.
Insgesamt sind auf den Tafeln 253 Namen verzeichnet. Davon beklagt der Markt Burgsinn im Ersten Weltkrieg 46 Gefallene, 9 Vermisste und 4 an nachgewiesenen Kriegsleiden Gestorbene. Im Zweiten Weltkrieg betrug der Blutzoll der Marktgemeinde gar 134 Gefallene, 48 Vermisste und 12 an nachgewiesenen Kriegsleiden Gestorbene.

Erwähnenswert ist bei der Errichtung des neuen Kriegerdenkmals, dass dessen Finanzierung durch eine durchgeführte Haussammlung der Interessengemeinschaft, eine Festveranstaltung mit Tombola sowie zahlreiche Spenden bereits im Jahr 1968 zum Großteil gesichert war. Immerhin betrugen die Baukosten letztendlich rund 20.000 DM.



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