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Naturdenkmäler


HermannseicheFolgt man der sog. Hochstraße in Richtung Roßbach so kommt man an einigen uralten "Gesellen" vorbei: Eichen, die bereits vor mehr als 500 Jahren zu Wachsen begannen und denen der Mensch im Laufe der Jahrhunderte schließlich sogar Namen wie Hermannseiche, Streiteiche oder Richteiche (siehe Bild unten) gab.
Auf dem linken Bild ist die sog. Hermannseiche zu sehen. Sie steht in der Nähe der Wegekreuzung Burgsinn-Gräfendorf und Gemünden-Roßbach an der Hochstraße und wird daher auch als "Kreuzeiche" bezeichnet.

Die Hochstraße führt anschließend weiter zur "Bettlersruh". Nur wenige Meter entfernt von der gleichnamigen Hütte stand einst die uralte "Steineiche", die es heute aber leider nicht mehr gibt. Nach Jahren der Krankheit fiel sie im Oktober 2005 um und liegt seitdem als Symbol der Vergänglichkeit, ohne Äste und mit geborstenem Stamm, an dem Ort, an dem sie mehr als 500 Jahre ihre Wurzel in den Boden trieb. Weil sie bereits hohl war wurde sie vorher mit Zement und Draht stabilisiert - aber auch das hatte nicht mehr geholfen. Ihren Namen verdankte die Steineiche im Übrigen ihrem hohen Alter, denn tatsächlich handelte es sich nicht um eine Steineiche.
Am ehemaligen Standort der Steineiche wurde im Jahr 2005 eine neue - etwa zehnjärige - Eiche gepflanzt.

Früher war die Steineiche eine sog. Huteiche. So wurden Bäume genannt, an denen die Bevölkerung ihre Haustiere mästen konnten. Schweine, Schafe und Ziegen wurden vom Dorfhirten dorthin getrieben und konnten sich bei einer guten Eichelmast ihren Winterspeck anfressen. Ein Sprichwort aus dieser Zeit lautet aus diesem Grund: "Auf den Eichen wachsen die besten Schinken".

Der Hochstraße weiter folgend kommt man dann alsbald zur "Streiteiche", die an einem Grenzpunkt zwischen den Gemeinden Burgsinn und Mittelsinn zu finden ist. Sie erhielt ihren Namen durch einen Streit zwischen den beiden Gemeinden. Jede Kommune wollte die schöne alte Eiche für sich beanspruchen. Dabei stand schon fest, dass die Eiche gefällt und gewinnbringend verkauft werden sollte. Der Baum solle der Gemeinde zugesprochen werden, in deren Bezirk er beim Einschlag fällt. Natürlich konnte das keine Lösung sein, weiß doch ein jedes Kind, dass der Holzfäller dafür sorgt, wo der Baum schließlich hinfällt. Trotzdem gingen die Verhandlungen noch lange hin und her und zuletzt entschied man glücklicherweise, dass der Baum stehen bleiben soll.

Weitere auffällige Eichen stehen u.a. in der "Hinteren Gressel", dem Grenzwald zwischen den Gemarkungen Burg- und Mittelsinn, und werden daher als die sog. Gresseleichen bezeichnet, am "Richtberg" in der Gemarkung Fellen, wo sich an der sog. Richteiche (siehe Bild unten) die Wege nach Rieneck, Burgsinn, Trockenbach, Fellen und zur "Bayern Schanze" treffen sowie unmittelbar am Radweg nach Rieneck, direkt am Ortsausgang von Burgsinn ("Distelacker").

Offensichtlich ist, dass fast alle Eichen entweder Grenzpunkte markieren oder Orientierungspunkte wichtiger Ortsverbindungen waren. Im frühen Mittelalter dienten auffallende Bäume oder Baumgruppen der Beschreibung und Festlegung von Grenzen. Gerade Eichen waren wegen des hohen Alters, das sie erreichen können, besonders dafür geeignet.

Richteiche
Richteiche


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