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Neuhof


Seinen Namen, so erzählen sich die Neuhöfer, habe der Ort von einem Bauern aus dem Dorf Hesselbronn erhalten.
Hesselbronn, an der Einmündung des Neuhöfer Grundes gelegen, wurde durch den 30jährigen Krieg entvölkert und danach nicht mehr besiedelt. Reste des Dorffriedhofs fand man noch bei der Anlage des Fischteichs an dieser Stelle. Der Bauer habe nun, wie alle anderen Bewohner, sein Dorf verlassen und habe sich abseits der Straße einen neuen Hof gebaut, welchen er Neuhof nannte.
Allerdings fehlen für diese Geschichte entsprechende schriftliche Quellen.

Erstmals wird der Ort Haselbrunn als der Würzburger Bischof Andreas von Gundelfingen Fritz von Hutten mit den Zehnterträgen auf der dortigen Feldflur belehnt. 1344 gehört Haselbrunn zusammen mit den übrigen Dörfern des Feller Grundes zu den Orten für die Gerhard von Rieneck ein Wiedereinlösungrecht zusichert. 1460 verschreibt Graf Philipp der Jüngere von Rieneck seiner Gemahlin noch einen Hof Haselbrunn. Danach brechen die Nachrichten über Haselbrunn ab. In künftigen Urkunden war nur noch von der Haselbrunner Markung die Rede.1

In der Urkunde, die 16732 den Verkauf der Reichgrafschaft Rieneck an den böhmischen Grafen Hans Hartwig von Nostitz durch den Kurfürst Erzbischof Lothar Friedrich von Mainz besiegelt, wird der herrschaftliche Hof auf der Haselbrunner Gemarkung nicht aufgeführt. Neuhof dürfte deshalb zu dieser Zeit noch nicht besiedelt gewesen sein. Auch in der "Mappa über daß Ampt Rhieneck, sambt dem Feldergrundt", die um das Jahr 1580 gezeichnet worden ist, fehlen die Orte Neuhof und Haselbrunn. Dies lässt den Schluss zu, dass zu diesem Zeitpunkt Haselbrunn nicht mehr und Neuhof noch nicht existiert hat.


Am 29. Juli 1392 spricht "Merkelin decan des stifts Liebfrauenberg zu Frankfurt Wilhelm und Fritz von Hornsberg und genannte genossen, die helfer der Steinrück, von dem Banne los, nachdem sie sich mit dem kloster Schlüchtern versöhnt hatten. Heidelberg 1392 juli 29". Unter den Genannten befindet sich auch ein Johannes de Nuwenhofe. Eher unwahrscheinlich ist, dass es sich dabei um unser Neuhof handelte.

1798 wurde eine genaue Beschreibung der Dörfer und Domänen angefertigt, um den Wert der Restgrafschaft Rieneck für einen Verkauf zu ermitteln. In dieser Aufstellung ist auch eine detaillierte Beschreibung des Hof- und Schäfereiguts auf Haselbronner Markung enthalten. Der beauftragte Rienecker Amtmann Treppner bemerkt dort zur Geschichte, dass dieses Gut erst nach der Besitznahme durch die Grafen von Nostitz angelegt und von diesen zunächst selbst bewirtschaftet wurde. Der Hof gehöre zur Wohnroder Allodialschaft, führt er weiter aus.
Damit war der Neuhof samt den Untertanen Privatbesitz der Grafen von Nostitz.
Nach langen Verhandlungen kam 1808 der Verkauf der Grafschaft an den Fürstprimas Karl von Dalberg zustande.

Neuhof gehörte zum Gericht des Fellener Grundes, dem Fellener Dorfgericht. Im Gerichtsbuch von Fellen werden erstmals 1763 Jacob Harnischfeger und Friederich Kretz
als "New höffer unterthanen" genannt. Ein Jahr später wird Johannes Haas als Schäfer eingetragen. 1782 werden Friederich Kretz, Jürg Rützel und als Hofbauern Johannes Geüppel und Johann Adam Herolt als Untertanen angeführt.



In der Nähe von Neuhof (rd. 1,5 km entfernt) gibt es auch einen Zeltplatz, der u.a. gerne von Pfadfindergruppen genutzt wird. Falls Sie sich für einen Aufenthalt hier interessieren, wenden Sie sich bitte an an den Forstbetrieb Hammelburg, Bahnhofstr. 18, 97762 Hammelburg, Tel. 09732/91660.

1 Dr. Ludwig Reusch: Die Siedlungen des Sinngrunds im Mittelalter, S. 109, Gemünden 1997
2 Gemeindearchiv Fellen: Gemeinde Fellen und Wohnrod - Acta - Gerechtsame und Lasten der Gemeinde Fellen und Wohnrod







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