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Das "Fronhofer Schlösschen"


Ebenfalls der Renaissance kann das dritte Schloss der Thüngen in Burgsinn zugeordnet werden. Das "Fronhofer Schlösschen" liegt mitten im Ort an der Kreuzgasse und wurde 1607 von Werner II. von Thüngen als Witwensitz für seine Gemahlin Philippina Agatha von Thüngen, geb. von Stein erbaut.


Zugang zu dem zweigeschossigen Bau hat man über den an der Ostseite vorgelagerten Treppenturm mit niedrigem Spitzhelm. Seine rundbogig geschlossene Eingangstüre liegt erhöht zwischen Keller und dem höher gelegenen Untergeschoss. Die Stirn des Rundbogens ist mit einem "Eierstab" und die Gewände mit Rundstäben profiliert. Über der Türe ist eine auf Konsolen ruhende "Bautafel" in das Mauerwerk eingelassen. Die Inschrift ist von Pfeilern, die nur wenig aus der Wand hervortreten und schneckenförmig gerollten Bauteilen eingefasst und schließt oben mit einem Muschelaufsatz ab. Die Tafel erinnert an das Entstehungsjahr 1607, das links vom Wappen derer von Thüngen und rechts derer von Stein flankiert wird, und an den Erbauer:

MIT GOTTES HVLF ZV SEINER EHR
HAT DER EDEL VND VEST WERNER
VON THVNGEN REGENT ZV BVRCKSINN
SEINER EHELICHEN HAVSFRAV PHILIPIN
AGATHA VON THVNGEN GEBOR. VON STEIN
IHR VND IHREN ERBEN ALLEIN
DIES HAVS VON GRVNDT GEBAWET NEW
ZV ZEVGNIS IRER LIEB VND TREW
IHR ERBLICH GEBN VND THVN SCHENCKN
SEIN DANKBARKEIT DABEI ZV DENCKN
GOTT GEB IHM WIDERVMB DAGEGEN
AN LEIB VND SEEL GLVCK HEIL VND SEGEN.

Im Innern betritt man über die Wendeltreppe des Turmes eine kleine Diele, von der aus die übrigen Räume zugänglich sind. Links an der Ostseite befindet sich ein rechteckiger, gegründeter Erker dessen Giebel, ebenso wie die Frontseiten des Schlosses, geschwungen ist. Die Giebel sind durch Gesimse unterteilt und schließen oben mit einer Muschel ab.

Im Auszug aus dem renovierten Grundsteuerkataster von 1848 wird das Anwesen als Rest des ehemaligen Fronhofgutes aufgeführt und die Familie von Thüngen als Besitzer angegeben. Seit 29.01.1993 befindet sich das "Frohnhofer Schlösschen" nicht mehr im Besitz der Burgsinner Adelsfamilie. Nach dem Verkauf wurde das Gebäude von den neuen Eigentümern sowohl innen, als auch außen renoviert, nachdem kurz zuvor das Dach des Schlösschens neu gedeckt worden war.



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