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Alte Bauern- und Fachwerkhäuser


Das Bauernhaus Kreuzstraße 7 ist vermutlich das älteste erhaltene Bürgerhaus von Burgsinn. Genau lässt sich seine Entstehungszeit nicht datieren, da es am Gebäude selbst keinen Hinweis gibt. Vermutlich wurde es gegen Ende des 17. Jahrhunderts errichtet. Im Grundsteuerkataster von 1848 wird der Bauer Albert Kohler als Besitzer mit dem Vermerk es 1827 von Leopold Freiherr von Thüngen um 1800 Gulden erkauft zu haben, angegeben. Von ihm rührt auch der Hausname "Kollers". Zu dem nicht unterkellerten Haus gehörte zu dieser Zeit ein Backofen, Schweineställe, eine Scheune mit Stallungen und ein Keller hinter dem Haus.
Das typisch fränkische Fachwerkhaus wurde als Stockwerkbau errichtet, dessen beiden Geschosse, wie auch der Giebel als geschlossene Einheiten gezimmert und aufeinandergesetzt wurden. Die Ständer reichen jeweils von der Schwelle bis zum Rahmholz. Die Holzkonstruktionen beschränken sich auf das statisch notwendige und auf Schmuckformen wurde ganz verzichtet. Die Grundschwelle nimmt die durch die Ständer übertragene Last auf und verteilt sie gleichmäßig auf das Fundament aus Buntsandsteinen. Riegel, lange Fuß- und im oberen Geschoss kurze Kopfstreben versteifen die senkrechten Eck- und Zwischenständer. Die Fenster liegen bis auf wenige paarweise nebeneinander und werden durch einen Ständer getrennt. Sie wurden unmittelbar unter dem Rähm, der Oberschwelle, eingesetzt und werden unten jeweils von einem Querriegel getragen. Unter den Fenstern geben Streben den Gefachen zusätzlichen Halt. Auf den profilierten Rahmhölzern liegen die Deckenbalken. Der auf dem oberen Rähm ruhende Bundbalken ist auch die Schwelle für das Giebelgeschoss. Der Bundbalken nimmt zugleich die Sparren und die Stuhlsäulen auf, die den Kehlbalken tragen. Aufschieblinge ziehen das Dach über das vorstehende Geschossende.
1982/83 wurde das Anwesen grundlegend saniert.

Ein weiteres unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkgebäude steht weitgehend unbeachtet an der Hauptstraße 18. Das einfache Bauernhaus wurde Anfang des vergangenen Jahrhunderts errichtet und ist ebenfalls ein charakteristischer fränkischer Fachwerkbau. Wie auf dem Lande üblich zeigt der Giebel zur Straße. In das Haus gelangte man seitlich von der Hofseite aus. Das Erdgeschoss beherbergte die Wohnküche und im hinteren Teil den Stall. Im Obergeschoss befanden sich die Schlafräume und auf dem Dachboden die Trockenräume für Getreide.
Georg Adam Nonhebel, ein Tagelöhner, war 1833 im Besitz des Anwesens. Im Familien- und respektive Rauchpfundverzeichnis von 1842 ist Herr Adam Sachs, von Beruf Schlosser, als Eigentümer eingetragen. Als weitere Mitbewohner sind der praktische Arzt Dr. Gabler und Friedrich Schüllermann aufgeführt.
Heute ist das Anwesen Eigentum der Verwaltungsgemeinschaft Burgsinn.



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