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Das "Rienecker Tor"


Von der ehemaligen Befestigungsanlage der Marktgemeinde Burgsinn ist nur noch das sog. Rienecker Tor ("Untere Tor") erhalten.

Ursprünglich soll der ganze Ort von einer Mauer umgeben gewesen sein. Der Verlauf der Ringmauer lässt sich nur noch vermuten. Sie dürfte das "Untere Tor" mit der Wasserburg verbunden, von dort aus sich zum Nordtor am Fuße des Lindenbergs im Bereich der Brunnengasse gezogen, dann sich in südwestlicher Richtung entlang der heutigen Kreuzstraße zum Westtor gewendet und von da sich zum "Unteren Tor" zurückgebogen haben.


Noch 1755 waren die drei Tortürme dieser Anlage vorhanden. Der nördliche Turm öffnete die Straße nach Mittelsinn und wurde 1817 abgetragen. Ein zweiter Turm sperrte die Straße, die von Fellen in das Sinntal einmündet. Auch er wurde im 19. Jahrhundert abgebaut.

Während diese beiden Türme der Verkehrsplanung geopfert wurden, konnte der dritte Turm erhalten werden. Mit seiner Hilfe war es möglich, Feinde, die von Süden heranzogen abzuwehren.
Es ist ein massiger dreigeschossiger Turm, durch dessen Rundbogen mit seinem Tonnengewölbe noch heute der Verkehr fließt. Die Pfannen für die Torflügel an beiden Seiten fielen der mehrmaligen Erneuerung des Torbogens zum Opfer. Seine Schießscharten, teilweise in der seltenen Form eines auf einer Maulscharte stehenden Kreuzschlitzes, zeigen mach Norden, Süden und Osten. Der Zugang zu den Obergeschossen war seitlich etwa 3 m über dem Boden möglich. Die Fenster dieser Geschosse wurden nachträglich verändert. Am südlichen Torbogen ist auch rechts unten die Jahreszahl 1668 nicht mehr vorhanden. Doch sie dürfte mit der Erbauung des Turmes nicht in Zusammenhang stehen, da die gesamte Anlage aus dem 15. Jahrhundert stammt. Einer Erzählung nach soll es sich um eine Wassermarke gehandelt haben, die nach einem Wolkenbruch angebracht wurde.


Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war im Turm das örtliche Gefängnis untergebracht. Auf dieser alten Fotografie ist noch ein vergittertes Fenster zu sehen.

Da der Torbogen wiederholt durch Fahrzeuge stark beschädigt wurde, legte man die Durchfahrt in den 90er Jahren tiefer.


Das Rienecker Tor heute
Das Rienecker Tor heute
Rienecker Tor zu Beginn des 20. Jahrhunderts
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