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Geschichte von Aura


Wann Aura i. Sinngrund gegründet wurde, lässt sich nicht mehr genau feststellen. Der Name "Uraha" (Aura) unter Anspielung auf den für den Ortsnamen bestimmenden Bach wird im Rahmen einer Wildbannverleihung durch König Heinrich IV. für das Kloster Fulda im Jahre 1059 erstmals erwähnt.

Es steht allerdings fest, dass das Rittergeschlecht derer von Hutten schon 1310 in Aura Güter belegt hatten. Es war der älteste Huttensche Ansitz in unserem Bereich. Auch das Rienecker Dienstmannengeschlecht, die Diemar von Rieneck, besaßen 1316 in Aura ein Stammgut. Nach einem Kaufbrief von 1401 waren die Grafen von Rieneck Besitzer dreier Güter in Aura.

Bis zum Jahre 1405 gehörte Aura i.Sinngrund zum Hochstift Würzburg, deren Amtssitz Burgsinn das Zentrum Würzburgischer Machtstellung in weltlicher und geistlicher Beziehung war. Aura i.S. ging in diesem Jahr im Zuge des Verkaufs des Amtssitzes Burgsinn an Wilhelm von Thüngen über. 1444 besaß Karl von Thüngen in Aura ein Schloss, das er noch im selben Jahr an Lorenz von Hutten verkaufte. Im Jahr 1616 verkauften die Steckelberger (Linie von Hutten) ihr Gut in Aura an Konrad von Breitenbach, genannt Breitensteiner. Sehr bald kam dieser Besitz über die von Guttenberg an die von Fronhofen und von da 1692 an das Hochstift Würzburg, das auch den Thüngenschen Besitz in Aura übernahm.

1617 kam das Schloß zu Aura von den Hutten an die von Breitenbach, genannt Breitensteiner, und von diesen an die von Fronhofen. 1692 hat das Hochstift Würzburg das "Schlösschen" und freieigentümliche Rittergut mit den Gebäuden, Scheuer, Schaffhaus und Breuhaus von Philipp von Fronhoff erkauft.



Bis zum 17. Jahrhundert stand der Sinngrund (Aura, Mittelsinn und Obersinn) unter der Herrschaft der Rittergeschlechter von Thüngen und von Hutten.

Bis in die Reformationszeit behauptete Würzburg seine Lehensherrlichkeit über die Mutterpfarrei Burgsinn und ihre Filialen Aura, Mittelsinn und Fellen.

Die bisher bestehende Vierherrschaft, begründet durch je zwei Zweige derer von Thüngen und von Hutten, fortgesetzt durch das Hochstift Würzburg, das Juliusspital, die Hutten von Altengronau und die von Breitenstein, bzw. Fronhofen, übten 1672 nur noch das Hochstift Würzburg, das Juliusspital und die Fürsten von Hessen-Kassel zu verschiedenen Teilen aus.

Streitigkeiten an der Frage des Obergebotes in der Zent und vierherrlichem Wald, an dem Beteiligungsschlüssel bezüglich der Gefälle (Abgaben) und an der Abgrenzung von Grundbesitz waren an der Tagesordnung. Dazu kamen noch die konfessionellen Streitigkeiten, ausgelöst durch das Hochstift Würzburg im Zuge der Gegenreformation. Die Bedeutung, welche damals dem Bekenntnis von den Landesherren beigemessen wurde, entsprang auf allen Seiten weniger der Sorge um das Seelenheil ihrer Untertanen, als vielmehr weltlich-staatspolitischen Absichten. Mit allen Mitteln, von der Anordnung gelinden Drucks bis zur offenen Gewalt und klarem Rechtsbruch, versuchte jeder seine Hoheit zu festigen und womöglich auszubauen. In Aura hatte sich das Hochstift Würzburg mit seiner Gegenreformation durchgesetzt und seine vorher protestantischen Untertanen zum katholischen Glauben zurückgeführt. In einem Vertrag wurde die vor dem lutherische Kirche in Aura vom katholischen Hochstift übernommen.

Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts war für den Würzburger Besitz das Amt Aura mit einem Beamten, der nur den Titel "Keller" führte, besetzt. Dieser unterstand dem Oberamtmann des Amts Gemünden a.Main. Sitz des Kellers war das "Fronhofer Schlößchen" in Aura. Die Rechtsordnung des Amtes Aura, wie des hessischen und das Spitalteils im Sinngrund, war in den Ganerbenverträgen seit thüngisch-huttischer Zeit festgelegt. Charakteristisch war die umfassende Zuständigkeit der vierherrschaftlichen Zent, die sich nicht nur auf alle peinlichen Sachen, sondern auch auf schuldsachenrechtliche Streitfälle (Geld, Gut, Dienstbarkeit und andere Rechte) erstreckte. Über die einzelnen Untertanen übte die zuständige Herrschaft die "territoriale und vogteiliche Obrigkeit" für sich allein aus. In Aura besaß das Hochstift Würzburg eindeutig die Dorfherrschaft - den Frondienst beanspruchte Würzburg für sich allein. Auch der Graf von Nostitz-Rieneck und das Prämonstratenserkloster Oberzell hatten zur gleichen Zeit noch Besitzungen in Aura.

Im Jahre 1800 war Aura ein katholisches Kirchdorf mit 55 Wohnhäusern und 70 Familien. 1801 veränderten die außenpolitischen Ziele des revolutionären Frankreich das Staatenbild des Reiches. 1814 kam Aura mit dem Fürstentum Aschaffenburg nach dem Vertrag vom 03.06.1814 mit Österreich zu Bayern. 1862/63 wurde Aura unter Aufhebung des Zentkondominats zum Bezirksamt Gemünden a.Main zugeteilt.

Nach dem Friedensvertrag von 1866 wurde Deutelbach und die Ziegelhütte (Forsthaus Zieglerfeld) der Gemeinde Aura angegliedert. Das Forsthaus Zieglerfeld wurde nach 1928 aus dem Auraer Gemeindeverband wieder ausgeschieden und für "ausmärkisch" erklärt.


Wappen des Würzburger Fürstbischofs Johann Philipp von Greiffenclau-Vollraths über dem Eingang des Schulgebäudes

Kirche 7 Schmerzen Mariä

Geschichte der Kirche und Pfarrei Aura i.Sinngrund

Ziegelhütte / Ziegelschlag

Heute erinnern noch ein instandgesetzter Ziehbrunnen und einige Mauerreste an die Siedlung

Auraer Sagen

Der weiße Hirsch von Aura & Die Schwedenkrümm
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