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Auraer Sagen


Der weiße Hirsch von Aura

Vor vielen Jahren beschlossen die Einwohner von Aura den Bau einer Kirche. Als Bauplatz wählten sie die Auraer Höhe, an der Straße nach Bad Orb. Schon hatten Fuhrwerke die ersten Steine und Bauholz zum Bauplatz gefahren. Da mussten die Leute bald mit Ärger und Schrecken feststellen, dass jeweils in der Nacht Bauholz entwendet wird. Um die Diebe zu ermitteln, wurden versteckte Wachen aufgestellt. Diese sahen, wie nachts ein weißer Hirsch ankam und das Bauholz auf den entgegengesetzt liegenden Hang trug, etwa dort, wo die Straße nach Mittelsinn führt. Als sich dieses Treiben Nacht für Nacht wiederholte, kamen die Leute dem ursprünglich geplanten Bauplatz ab und errichteten ihr Gotteshaus an der Stelle, die ihnen der weiße Hirsch durch sein merkwürdiges Verhalten zeigte. Diese alte Kirche steht heute noch und wird als Aussegnungshalle genutzt.

Die Schwedenkrümm

Wenn man von Aura aus die Orber Landstraße entlang wandert, kommt man an die gefährliche und sehr gefürchtete Auraer Höhe. Dieselbe hat schon manches große Unheil gebracht. Die erste Krümme bergaufwärts heißt Schwedenkrümm. Dieselbe ist die gefährlichste der ganzen Höhe. Der Name entstand auf folgende Weise:
Es war Sommer 1905, am 12. Juni. Da fuhren zwei Postbeamte aus Schweden mit Fahrrädern den Berg herab. Sie hatten eine Urlaubsreise unternommen. Unterwegs hatten sie sich in Burgjoß von ihren Kameraden getrennt. Einer der beiden hatte das Unglück, dass ihm seine Bremse versagte. So fuhr er nun mit rasender Geschwindigkeit den Berg herab. Er verlor den Hut und auch die Herrschaft über sein Rad. Als er nun die gefährliche Stelle passieren wollte, kam das Unheil. Er fuhr bei Kilometerstein 21 wider einen Baum, stürzte vom Rad und der sofortige Tod ereilte ihn. Die Stelle ist heute noch gekennzeichnet. Als der Begleiter hierher kam, war er tief von Schmerz gerührt. Den Leichnam brachte man nach Aura ins Spritzenhaus. Er wurde nach drei Tagen vom protestantischen Pfarrer im hiesigen Friedhof beerdigt. Sein Begleiter verkaufte beide Räder. Das eine erhielt Wagner Otto Sachs für 51 Mark. Das andere Bürgermeister Harnischfeger für 30 Mark. Der Verstorbene hieß Karl Petter Alwin, war 35 Jahre alt und stammte aus Malmö in Schweden, er war dort Postbeamter. Der Schwede wurde wieder nach 6 Wochen ausgegraben und in einem zinnernen Sarg in seine Heimat gebracht. Von dieser Zeit an hieß diese Krümmung "Schwedenkrümm".


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