Fotovorschau und Logo ausblenden
Quick-Navigator:
Suche:
Sie sind hier: VGem Burgsinn » Natur pur im Sinngrund 

Natur pur im Sinngrund


Von jeher war der Wald der bedeutendste Schatz der Region, den man schon vor Jahrhunderten so gut wie möglich zu nutzen versuchte, so durch die Glasherstellung. Etwa ab dem 16. Jahrhundert ist die Glasherstellung für das Rienecker Waldgebiet nachgewiesen. Im Jahr 1765 wurde im Gemeindegebiet Obersinn der Bau der Glashütte Emmerichsthal durch die kurmainzische Regierung beschlossen. Zur Deckung des hohen Energiebedarfs für die Glasherstellung wurden der Hütte zahlreiche Schläge aus dem Staatswald zugeteilt. Waldabteilungsnamen wie "Kohlplatte" oder "Kienlofs" beweisen heute noch die Bedeutung der Köhlerei im Sinngrund. Zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts durften die Glasmacher die durch den Hüttenbetrieb abgeholzten Flächen landwirtschaftlich nutzen. Dazu erhielten sie das Recht zur Waldweide und Eckerichsmast, d.h. Eichel- und Buchenmast. Die bis etwa 1815 betriebene Glasmacherei führte in Verbindung mit Waldweide und Streunutzung im Laufe der Jahrhunderte zu einer starken Ausdünnung der Wälder sowie einer Abnahme der Bodenfruchtbarkeit. Mit dem Sesshaftwerden der Glasmacher und einem starken Anstieg der Bevölkerungszahl war insbesondere seit der Mitte des 19. Jahrhunderts eine z.T. äußerst intensive landwirtschaftliche Nutzung betrieben worden. Dies beweisen bis heute alte Flurbezeichnungen wie "Fronleite", "Kleiner Einstall", "Geisleite" oder "Steinköppel". Parallel dazu erfolgte die "Wiederbewaldung". Auf den von intensiver Beweidung und ackerbaulicher Nutzung weitgehend ihrer Nährstoffkraft beraubten Flächen wurde seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts großflächig die Kiefer ausgesät. Man ging damals davon aus, dass vor allem die Kiefer als Pionierbaumart die offenen, humusverarmten, stark vergrasten Flächen am schnellsten in Wert setzen würde. Bereits bei der Forsteinrichtung von 1830/37 wurde jedoch darauf hingewiesen, dass "vorerst eine volle Kiefern-Saat angewandt, und hierdurch der Boden für eine spätere Laubholz-Kultur vorbereitet werden" sollte.


Heute ist offensichtlich, dass der Hinweis von damals weitgehend Beachtung fand. Kiefernwälder sind rar geworden. Vorherrschend ist Mischwald, der meist aus Buchen und Eichen besteht und vom Menschen als überaus angenehm empfunden wird, weil es reichlich Platz zwischen den einzelnen Bäumen gibt und die Sonne bis auf den Boden fallen kann.


Naturschutzgebiet Sinngrund im Naturpark "Spessart"

Ökologische Bedeutung

Der Sinngrund ist keine ursprüngliche Naturlandschaft mit Auwald und der freischaffenden Kraft des Flusses

Naturdenkmäler

Eichen mit Geschichte
Eisvogel (Alcedo atthis)

Der Biber

Flussmeister der Natur

Die Rückenwiesen

Bewässerung der Wiesen im 18. Jahrhundert

Naturparkführungen

Angeln

nach oben  nach oben
www.msp-info.de www.kommune-aktiv.de

Verwaltungsgemeinschaft Burgsinn
Burgweg 1 | 97775 Burgsinn | Tel.: 09356 9910-0 | info@vgem-burgsinn.de