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Pfarrkirche St. Jakobus d.Ä.


Nach einer Steuerschrift aus dem Jahre 1848 soll es in Obersinn bereits ab 1400 eine eigene Pfarrei gegeben haben. Dies ist aber urkundlich nicht belegt und wird von amtlicher Seite nicht anerkannt.
Sicher ist aber, dass es in Obersinn bereits vor 1471 eine Kapelle gegeben hat. In seinem Realschematismus berichtet das Bischöfliche Ordinariat von Würzburg vom "Baubeginn einer bereits am 07. Februar 1471 bestehenden Kapelle". Aus Gründen, die heute nicht mehr nachzuvollziehen sind, wechselte deren Patrozinium in den folgenden Jahrhunderten zwischen den Heiligen Bartholomäus und Wolfgang. Nach örtlicher Überlieferung entstand die Kapelle aus einem ursprünglich landwirtschaftlich genutzten Gebäude im Besitz des Juliusspitals Würzburg.

Erst im Jahre 1671, als eine Folge der Gegenreformation, wurde die kleine Kapelle zur Pfarrei erhoben, die unmittelbar dem Hochstift zu Würzburg unterstand. Sie trat an die Stelle der inzwischen lutherischen Pfarrei in Mittelsinn. Der Bischof von Würzburg behielt aber Präsentationsrecht in Mittelsinn. Zehn Jahre später erhielt das Gotteshaus einen neuen Turm. Die inzwischen gestiegenen Bevölkerungszahlen bewirkten im Jahre 1706 eine Erweiterung der Kapelle durch ein sog. Langhaus. Nach einem Hinweis des Pfarramts Obersinn muss das kleine Gotteshaus in den folgenden Jahrzehnten zweimal durch Feuer erheblich zerstört worden sein, wobei leider auch ein erheblicher Teil der Kirchenbücher vernichtet wurden.

1829 wurde das Kirchlein zu Obersinn das erste Mal wegen Baufälligkeit geschlossen. Aus den verfügbaren Unterlagen muss geschlossen werden, dass sich der Pfarrer - sicher auch mangels anderer Räumlichkeiten - nicht an das Schließungsgebot hielt und die Pfarrkirche trotz erwiesener baulicher Mängel weiterhin für die Gottesdienste nutzte. Als im Juni 1856 die Schließung mit polizeilichen Maßnahmen erfolgte, wich der Pfarrer schließlich in den Kirchsaal (heutiger Kindergarten) aus. Am 22. März 1858 wurde schließlich mit dem Abriss begonnen.


Am 13. Juni 1858 wurde der Grundstein für die heutige Kirche, die im neugotischen Stil mit einem dreigeschossigen Fassadenturm und einem Langhaus zu vier Fensterachsen errichtet wurde, gelegt. Der "Königliche Zivilbau-Inspector" Reuß aus Würzburg entwarf die erforderlichen Pläne. Im Jahre 1860, also mitten in der Bauphase, nahm die katholische Pfarrgemeinde zu Obersinn einen der Namenspatrone von Mittelsinn, den Hl. Jakobus den Martyrer, als neuen Schutzheiligen an. Am 25. Juni 1866 wurde das neue Gotteshaus durch Bischof Georg Anton Stahl eingeweiht und damit seiner Bestimmung übergeben.



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