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Geschichte von Burgsinn




Die Marktgemeinde Burgsinn kann auf eine mittlerweile 1000-jährige bewegte geschichtliche Vergangenheit zurückblicken.

Der Zeitpunkt und die Umstände einer Ortsgründung können allerdings nicht nachgewiesen werden. Es darf mit Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass die Entstehung des Ortes in die Zeit Karls des Großen zurückreicht. Im Jahre 983 wurde die Burg "Synna", die damals zum Königsgut Schaippach gehörte, durch einen Schenkungsakt König Ottos III. dem Hochstift Würzburg übereignet. Die erste urkundliche Erwähnung erfährt der Ort im Jahre 1001, als Bischof Heinrich von Würzburg seinen Burgsinner Besitz gegen ein Landgut in Thüringen, das ein treuer Diener des Königs, der Franke Hildolf von Tungenden, als königliches Lehen erhalten hatte, vertauschte. Dieser Tausch wurde durch königliche Verfügung vom 18.02.1001 bewilligt.

Königliche Verfügung vom 18. Februar 1001

Über Burgsinns Schicksal in den darauffolgenden 300 Jahren liegen leider keine Dokumente vor. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts war die Gemeinde wieder im Besitz des Bischofs von Würzburg. Ob es von diesem käuflich erworben wurde oder nach dem Aussterben der Hildolf'schen Linie an Würzburg als freies Lehen zurückging, ist unklar. Sicher ist jedoch, dass das Hochstift Würzburg auf die Geschichte Burgsinns großen Einfluss nahm.

Mit Urkunde vom 04. Juni 1334 zu Konstanz verlieh Kaiser Ludwig der Bayer dem Ort Burgsinn das Marktrecht.

Der einst mauerbewährte Ort Burgsinn mit seiner Wasserburg war für Würzburg damals die Grenzfeste gegen die Bistümer Kur-Mainz und Fulda. Durch Schulden des Hochstifts Würzburg an das Geschlecht derer von Thüngen bedrängt, sah sich Fürstbischof Johannes von Egloffstein genötigt, das "Fürstbischöflich-Würzburgische Schloss Burgsinn samt Zubehörungen" am 26. September 1405 an Wilhelm von Thüngen zum Preis von 10.000 fl zu verkaufen. Durch diesen Kauf wurden die Thüngen einst Herren von Burgsinn. Sie waren seinerzeit ein sehr begütertes und reichsfreies Geschlecht und im nordwestlichen Unterfranken ansässig.

Damals trug der ganze Ort den Charakter einer echten Grenzfeste. Er war vollkommen von einer Mauer umgeben, deren Abwehrkraft durch drei Tortürme an den Ausfallstraßen nach Norden, Westen und Süden noch besonders verstärkt war. Diese drei Türme waren sogar im Jahr 1755 noch vorhanden. Heute allerdings ist nur noch der Torturm am Südausgang erhalten ("Rienecker Tor").

Die Wasserburg gehört in die romanische Bauzeit und ist die älteste Burg der Gegend. Der 22 Meter hohe Bergfried stammt noch von der ersten Burganlage. Die übrigen Gebäude der Burg dürften im Lauf der Jahrhunderte errichtet worden sein. Die jüngsten Baumaßnahmen liegen über 200 Jahre zurück.
Dieser Bauperiode entstammt auch das Rundbogentor am Fußweg zum Bahnhof, das die Jahreszahl 1750 ausweist. Die Wasserburg ist auch heute noch im Besitz der Familie von Thüngen, die Anfang des 17. Jahrhunderts gleich zwei Schlösser in Burgsinn bauen ließ:
Das Renaissance-Schlösschen, das Werner von Thüngen für seine Gemahlin Philippine Agathe, geb. von Stein, im Westteil der Ortschaft im Jahr 1607 als Witwensitz errichten ließ, ist architektonisch wohl der schönste Bau des Marktfleckens. Vorübergehend kam dieses Herrschaftsgebäude in den Besitz des Geschlechts von Fronhofen, bis es 1699 wieder von den Thüngen zurückgekauft werden konnte. Der Bau wird daher heute noch als Frohnhofer Schlösschen bezeichnet.

Am Nordostrand Burgsinns befindet sich das Neue Schloss. Es wurde im Jahr 1620 unter Konrad von Thüngen erbaut und ist der jüngste Schlossbau der Familie von Thüngen (Andreas'sche Linie).




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